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Tragödie (Aristoteles): Frage (beantwortet)
Status: (Frage) beantwortet Status 
Datum: 16:52 So 25.11.2007
Autor: RtotheT

Hallo,
nach Don Carlos beginnen wir im Deutsch LK (12) mit dem allgemeines Thema Tragödie. Dazu haben wir den Text "Kennzeichen der Tragödie" von Aristoteles gelesen, den wir nun interpretieren dürfen...

Speziell geht es da erst einmal um den ersten Teil:
"Die Tragödie ist die Nachahmung einer edlen und abgeschlossen Handlung von einer bestimmten Größe in gewälter Rede, derart, dass jede Form in gesonderten Teilen erscheint und dass gehandelt und nicht berichtet wird und dass mit Hilfe von Mitleid und Furcht eine Reinigung (Katharsis) von eben derartigen Affekten bewerkstelligt wird."

Was ich dabei verstehe...
"Die Tragödie ist die Nachahmung..."
Es sollte also auf eine historische Quelle zurückzuführen sein, wobei hier fraglich ist, ob es sich dabei eben um eine genau Kopie (also historisch in allen Aspekten korrekt und authentisch) oder eine Vorlage handelt, die auch in bestimmten Punkten abweichen kann.

"...eine edlen und abgeschlossen Handlung..."
Nichts alltägliches, sondern schon etwas, was Beachtung verdient. Dabei könnte man auch in Betracht ziehen, dass in Tragödien immer Königshäuser und gekrönte Häupter Hauptrollen übernehmen und die Helden sind (so viel zu "edel"). "Abgeschlossen" erklärt sich eigentlich von selbst. Es sollte nicht offen sein.

"...von einer bestimmten Größe..."
Könnte entweder bedeuten, dass die Größe des Werkes eine bestimmte Angabe haben muss oder eben wieder die Bedeutung einer Rolle spielt. Dass das nacherzählte Ereignis kein unwichtiges Zeug ist.

".. in gewählter Rede in gesonderten Teilen erscheint"
gehobenes Sprachniveau der Figuren (keine Umgangssprache) und Versmaß, Metrik usw.
vielleicht ist mit "gesond. Teilen" in Akten und Auftritten gegliedert gemeint

"gehandelt und nicht berichtet wird"
vielleicht dass es nicht wie in einem Geschichtsbuch einfach Fakten sind, die aufgeführt werden, sondern schon eine Geschichte mit Handlung NACH den Fakten erzählt wird

"mit Hilfe von Mitleid und Furcht eine Reinigung von eben derartigem Affekten bewerkstelligt wird"
Okay, das ist eigentlich der wichtigste Teil, worum es mir geht. AUf Wikipedia habe ich einen Artikel über Katharsis (Literatur) gefunden, aber ich wollte dennoch hier noch einmal nachfragen, zu welchen Unterrichtsergebnissen ihr gekommen seid, falls ihr diesen Text auch hattet.
Was ist genau mit der Reinigung gemeint? Eine seelische und der Zuschauern, weil sie sich die Tragödoe angeschaut haben? Eine Art Lebenswandel und Änderung in der Denkweise?

Ich bedanke mich schon einmal. Wenn jemand zum kompletten Text (das war ja nur der erstre Absatz) noch Notizen bereit hat oder mir Interpretationen (aus dem Kopf oder wie auch immer) liefern kann, kann das gern machen. Würde mich freuen.
Auch wenn meine Überlegungen eine Korrektur nötig hätten :)

Danke
RtotheT



        
Bezug
Tragödie (Aristoteles): Antwort
Status: (Antwort) fertig Status 
Datum: 21:34 So 25.11.2007
Autor: ONeill

Nabend!
>  nach Don Carlos beginnen wir im Deutsch LK (12) mit dem
> allgemeines Thema Tragödie. Dazu haben wir den Text
> "Kennzeichen der Tragödie" von Aristoteles gelesen, den wir
> nun interpretieren dürfen...

Don Carlos habe ich zwar nicht gelesen, aber beim guten alten Aristoteles kann ich dir wohl helfen ;-)

> Speziell geht es da erst einmal um den ersten Teil:
>  "Die Tragödie ist die Nachahmung einer edlen und
> abgeschlossen Handlung von einer bestimmten Größe in
> gewälter Rede, derart, dass jede Form in gesonderten Teilen
> erscheint und dass gehandelt und nicht berichtet wird und
> dass mit Hilfe von Mitleid und Furcht eine Reinigung
> (Katharsis) von eben derartigen Affekten bewerkstelligt
> wird."
>  
> Was ich dabei verstehe...
>  "Die Tragödie ist die Nachahmung..."
>  Es sollte also auf eine historische Quelle zurückzuführen
> sein, wobei hier fraglich ist, ob es sich dabei eben um
> eine genau Kopie (also historisch in allen Aspekten korrekt
> und authentisch) oder eine Vorlage handelt, die auch in
> bestimmten Punkten abweichen kann.

[ok]

> "...eine edlen und abgeschlossen Handlung..."
>  Nichts alltägliches, sondern schon etwas, was Beachtung
> verdient. Dabei könnte man auch in Betracht ziehen, dass in
> Tragödien immer Königshäuser und gekrönte Häupter
> Hauptrollen übernehmen und die Helden sind (so viel zu
> "edel"). "Abgeschlossen" erklärt sich eigentlich von
> selbst. Es sollte nicht offen sein.

[ok]

> "...von einer bestimmten Größe..."
>  Könnte entweder bedeuten, dass die Größe des Werkes eine
> bestimmte Angabe haben muss oder eben wieder die Bedeutung
> einer Rolle spielt. Dass das nacherzählte Ereignis kein
> unwichtiges Zeug ist.

[ok] bezieht sich auf die Bedeutung

> ".. in gewählter Rede in gesonderten Teilen erscheint"
>  gehobenes Sprachniveau der Figuren (keine Umgangssprache)
> und Versmaß, Metrik usw.
>  vielleicht ist mit "gesond. Teilen" in Akten und
> Auftritten gegliedert gemeint

[ok]

> "gehandelt und nicht berichtet wird"
>  vielleicht dass es nicht wie in einem Geschichtsbuch
> einfach Fakten sind, die aufgeführt werden, sondern schon
> eine Geschichte mit Handlung NACH den Fakten erzählt wird

[ok] da liegst du ganz richtig, die Geschehnisse sollen dem Leser (bzw Zuschauer) vorgeführt und nicht einfach nur (wie ein Märchen) erzählt werden. Dies ist wichtig für die Katharsis

> "mit Hilfe von Mitleid und Furcht eine Reinigung von eben
> derartigem Affekten bewerkstelligt wird"
>  Okay, das ist eigentlich der wichtigste Teil, worum es mir
> geht. AUf Wikipedia habe ich einen Artikel über Katharsis
> (Literatur) gefunden, aber ich wollte dennoch hier noch
> einmal nachfragen, zu welchen Unterrichtsergebnissen ihr
> gekommen seid, falls ihr diesen Text auch hattet.
>  Was ist genau mit der Reinigung gemeint? Eine seelische
> und der Zuschauern, weil sie sich die Tragödoe angeschaut
> haben? Eine Art Lebenswandel und Änderung in der
> Denkweise?

Hier bist du auf dem richtigen Weg. Der Zuschauer/Leser soll sich mit dem "Helden" identifizieren, glauben ihn selbst könnte das tragische Schicksal selbst treffen. Durch Mitleid (eleos) und  Furcht (phobos) (dass einen selbst das treffen könnte) soll die Katharis (Reinigung) ermöglicht werden. Du überdenkst dein eigenes Handeln und Denken, um dem Schicksal des Heldens zu entkommen.

> Ich bedanke mich schon einmal. Wenn jemand zum kompletten
> Text (das war ja nur der erstre Absatz) noch Notizen bereit
> hat oder mir Interpretationen (aus dem Kopf oder wie auch
> immer) liefern kann, kann das gern machen. Würde mich
> freuen.

Zum Rest des Textes:
-Die Tragödie darf weder an einem beliebigen Punkt anfangen oder enden
-die Teile müssen so aufeinander aufbauen, dass das verschieben von Szenen Einfluss auf die Handlung hätte (im Vergleich dazu kann man bei Büchners Woyzeck die Szenen tauschen, ohne dass sich die Story selbst verändert)
-Die Tragödie versucht so weit wie möglich, sich in einem einzigen Sonnenumlauf oder doch nur wenig darüber hinaus abzuwickeln

>  Auch wenn meine Überlegungen eine Korrektur nötig hätten
> :)
>  
> Danke
>  RtotheT

Ich hoffe das hilft dir weiter, wenn nicht einfach noch mal nachfragen.
Gruß ONeill

Bezug
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